Fragt man die breite Öffentlichkeit nach einem Krawattenknoten, wird der Windsor-Knoten mit grosser Wahrscheinlichkeit ganz oben genannt.
Der Windsor-Knoten ist ein Klassiker, der seit Jahrzehnten beliebt ist und sich leicht beschreiben lässt: kräftig, breit und dreieckig. Er eignet sich ideal für Hemden mit weitem Kragen, da er den Fokus bewusst auf den Knoten lenkt und Professionalität ausstrahlt. Er ist die erste Wahl für Präsentationen, Bewerbungsgespräche, Gerichtstermine und ähnliche Anlässe. Eingeführt vom Duke of Windsor in den 1930er-Jahren, gilt dieser Knoten bis heute als Symbol für Eleganz und Selbstbewusstsein. Auch wenn er etwas Übung erfordert, wird er nach der ersten sicheren Anwendung schnell zum Favoriten.
Um jeden Krawattenknoten zu erlernen, stellen Sie sich am besten vor einen Spiegel. Das Hemd sollte bis oben geschlossen sein, der Kragen aufgestellt. Der Windsor-Knoten harmoniert besonders gut mit einem Hemd mit Haifischkragen. Da es sich um einen voluminösen Knoten handelt, benötigt er einen stabilen Kragen als Gegengewicht.
Das breite Ende der Krawatte befindet sich auf der Seite Ihrer dominanten Hand. Sind Sie Rechtshänder, hängt das breite Ende rechts, sind Sie Linkshänder, links. Merken Sie sich dies auch bei einem längeren Hals, da die Breite des Knotens optisch ausgleichend wirkt.
Bezeichnen wir das breite Ende als W und das schmale Ende als S – die Hauptarbeit übernimmt stets W.
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W sollte etwa 30 cm tiefer hängen als S (im Spiegel seitenverkehrt).
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Kreuzen Sie W über S.
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Führen Sie W nach oben durch die Schlaufe und den Hemdkragen.
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Ziehen Sie W wieder nach unten.
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Führen Sie W unter S hindurch nach rechts und erneut durch die Schlaufe, sodass das breite Ende auf links gedreht ist.
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Legen Sie W von rechts nach links über die Vorderseite.
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Ziehen Sie W erneut durch die Schlaufe nach oben.
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Führen Sie W von vorne durch den entstandenen Knoten nach unten.
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Formen Sie den Knoten mit beiden Händen zu einem sauberen Dreieck und ziehen Sie ihn behutsam fest. Ziehen Sie dabei langsam am schmalen Ende, um die Krawatte an den Kragen heranzuführen.

Für einen modernen, modischen und legeren Look kann der Knoten einige Zentimeter unterhalb des Kragens sitzen. Für formelle Anlässe bleibt der Knoten klassisch direkt am Kragen. Mit etwas Übung gelingt dieser Knoten in unter zwei Minuten – dennoch sollte man ihn nie hastig binden.
Doch es gibt nicht nur diesen einen Knoten.
Der Halbe Windsor ist eine dezente Variante des Windsor-Knotens. Er ist symmetrisch und dreieckig und passt zu nahezu jedem Hemd. Besonders gut eignet er sich für breite Krawatten aus leichten bis mittelschweren Stoffen.
Der Four-in-Hand ist ein schmaler, leicht asymmetrischer Knoten und wirkt besonders modern. Er eignet sich hervorragend für schlanke Hemden und Anzüge. Dieser Knoten steht besonders Männern mit kürzerem Hals, da seine längliche Form den Hals optisch streckt.
Das Binden ist unkompliziert: Beginnen Sie in der gleichen Ausgangsposition, wickeln Sie das breite Ende zweimal um das schmale Ende, führen Sie es nach oben durch die Schlaufe und anschliessend durch den Knoten nach unten. Entfernen Sie den Finger aus dem Knoten, bevor Sie ihn nach oben schieben – dieser Knoten ist keine Wissenschaft.
Einige zusätzliche Hinweise für einen gepflegten Auftritt:
Das breite Ende der Krawatte sollte etwa auf Höhe der oberen Kante Ihres Ledergürtels enden, die Spitze minimal darunter. Das schmale Ende hängt dabei frei dahinter.
Die grösste Herausforderung beim Windsor- oder Halben-Windsor-Knoten ist die richtige Länge. Ein hilfreicher Tipp ist, das breite Ende zu Beginn möglichst tief hängen zu lassen, sodass Sie das schmale Ende beim Kreuzen nur knapp festhalten können. Das verschafft Ihnen später mehr Länge.
Und zum Schluss die Grundregel, die Sie sich merken sollten:
OUAT
Over – Under – Around – Through
Wenn Sie den perfekten Krawattenknoten beherrschen, vermeiden Sie es, die Krawatte nach dem Tragen einfach aufzuziehen. Auch das richtige Abnehmen ist wichtig, um Falten zu vermeiden und die Lebensdauer zu verlängern. Lockern Sie den Knoten und lösen Sie ihn in umgekehrter Reihenfolge – ein kleines Ritual, das sich auszahlt.
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